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Unsere Oberschule (Jahrgang 5 – 10)

Die Arbeit der Oberschule zielt auf die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit. Im Mittelpunkt unserer pädagogischen Arbeit steht die einzelne Schülerin und der einzelne Schüler mit ihren und seinen Potentialen und Talenten.

Wir sehen den Unterricht als einen dialogischen Lehr- und Lernprozess. In ihm werden verschiedene Kompetenzen und Werte vermittelt. Unsere Lehrkräfte initiieren Lernprozesse und begleiten unterstützend unsere Schülerinnen und Schüler. Dabei wird ihnen stets die Möglichkeit gegeben, ihre Multiple Fitness zu verbessern und dabei die folgenden Schlüsselkompetenzen auszubauen:

Fachkompetenz – Das fachbezogene und fachübergreifende Wissen hat für uns einen großen Stellenwert. Dies zeigt sich neben dem Fach- und Projektunterricht auch in den Kooperationen mit unseren außerschulischen Partnern.

Lernkompetenz – Die Entwicklung der Fähigkeit und Bereitschaft, Informationen über Sachverhalte und Zusammenhänge selbstständig und auch gemeinsam mit anderen zu verstehen, auszuwerten und in gedankliche Strukturen einzuordnen, ist fester Bestandteil unserer Unterrichtskultur. Im Stundenplan sind dafür auch großzügig Zeiten, wie z.B. Diagnose-, Förder-/Forder- und Hausaufgabenstunden hinterlegt, die das individualisierte Lernen ermöglichen.

Selbst- und Sozialkompetenz – Die Kommunikationsfähigkeit, Selbstständigkeit, Belastbarkeit, Konzentrationsfähigkeit und das Engagement sind in der heutigen Arbeitswelt wichtige sogenannte Softskills. Hier sehen wir die inklusive Beschulung als einen Gewinn, da sie die in der Gesellschaft bestehende Heterogenität und Vielfalt abbildet und für alle am Schulleben Beteiligten erfahrbar macht.

Um den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen unserer Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, erfolgt der Unterricht binnendifferenziert. Das heißt, die Klassengemeinschaft bleibt zusammen und es eröffnen sich unterrichtliche Situationen, voneinander und miteinander zu lernen. Auf diesem Weg werden soziale Kompetenzen gefördert und gestärkt. Gleichzeitig werden unterschiedliche Methoden (kooperative oder individualisierte Lernverfahren) im Unterricht eingesetzt, damit unsere Schülerinnen und Schüler bei individueller Förderung den für sie bestmöglichen Abschluss erlangen können. Durch fächerübergreifenden und projektorientierten Unterricht fördern wir das vernetzte und selbstorganisierte Lernen. Die IQB-Ergebnisse unserer Schule aus den letzten Jahren untermauern unsere hervorragende Arbeit.
Zusammenfassung IQB-Ergebnisse Ronzelenstrasse (pdf, 332.9 KB)

Unsere Lehrkräfte arbeiten im Team zusammen. Sie sprechen sich ab und entwickeln gemeinsam Unterrichtsmaterialien, die auf die jeweiligen Jahrgänge und Klassen zugeschnitten sind.

Beispielstundenpläne

Für den 5. Jahrgang sind zwei Beispielstundenpläne zu sehen. Links ist der Stundenplan einer regulären Klasse abgebildet, rechts der Plan einer Sportkaderklasse. In den ausgegrauten Zeiten im Vormittag findet das Kadersporttraining der jeweiligen Verbände statt.

Legende:

  • De, En, Ma – Deutsch, Englisch, Mathematik werden durchgehend bis zum Ende der Sekundarstufe I jeweils 4-stündig unterrichtet
  • GuP – Gesellschaft und Politik: beinhaltet die Fächer Erdkunde, Geschichte und Politik: wird bis einschließlich Jahrgang 8 integriert unterrichtet
  • NW – Naturwissenschaften: beinhaltet die Fächer Biologie, Chemie und Physik, wird bis einschließlich Jahrgang 8 integriert unterrichtet
  • WAT – Wirtschaft-Arbeit-Technik
  • HA/FöR – Hausaufgaben- und Förderstunden
  • Le – zusätzliche Lesestunde
  • KL – Klassenlehrerstunde
  • Sot – Sozialtraining
  • AG – Arbeitsgemeinschaften
  • MIT – Mittagspause: Mittagessen in der Mensa

Ab der 9. Jahrgangsstufe stärken wir den Akzent der Fachlichkeit. Das Fach Naturwissenschaften und das Fach Gesellschaftswissenschaften werden dann nicht mehr integrativ unterrichtet. Im Stundenplan werden die einzelnen Fächer nun ausgewiesen. Projektorientiertes Arbeiten behält weiterhin seine Bedeutung. Mit den vielfältigen Neigungs- und Wahlpflichtkursen wird den Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler entsprochen.

Leistungsbewertung und Differenzierung

In einigen Fächern wird der Unterricht auf zwei Niveaustufen durchgeführt (G-Niveau – grundlegende Anforderungen; E-Niveau – erweiterte Anforderungen). Die Anforderungen für beide Niveaustufen werden in den Bildungsplänen vorgegeben.

  • Ab Jahrgang 6: Spanisch und Französisch (nur E-Niveau)
  • Ab Jahrgang 7: Englisch und Mathematik
  • Ab Jahrgang 8: Deutsch
  • Ab Jahrgang 9: Chemie und Physik

Am Ende der Jahrgangsstufe 8 wird auf Grundlage der Leistungen in allen Fächern eine erste Bildungsgangprognose (eBBR Erweiterte Berufsbildungsreife, MSA Mittlerer Schulabschluss und MSA/GyO Mittlerer Schulabschluss mit der Berechtigung zum Übergang in die Gymnasiale Oberstufe) berechnet und im Zeugnis ausgewiesen.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten in den Jahrgängen 5 und 6 am Ende des Schuljahres einen Lernentwicklungsbericht sowie eine Beurteilung ihres Arbeits- und Sozialverhaltens. Der Lernprozess wird hier mit Hilfe von Kompetenzen abgebildet. Sie ermöglichen die vielfältige Beschreibung der Lernfortschritte in den unterschiedlichen Fächern.

In den Jahrgängen 7 bis 10 erhalten die Schülerinnen und Schüler Noten sowie eine Beurteilung ihres Arbeits- und Sozialverhaltens.

  • In allen Fächern bis auf ein Fach mindestens die Note 4.
  • Ein Fach darf die Note 5 oder 6 haben.
  • Bei den Prüfungen wird mindestens eine 5, aber keine 6 erreicht.
  • Teilnahme an der Projektarbeit.
  • Teilnahme an mindestens zwei E-Kursen.
  • In zwei E-Kursen mindestens die Note 4.
  • In den G-Kursen mindestens die Note 3.
  • In zwei Fächern ohne Differenzierung mindestens die Note 3.
  • In übrigen Fächern ohne Differenzierung mindestens die Note 4.
  • Nur eine der geforderten Noten ist um eine Stufe unterschritten.
  • Bei den Prüfungen wird mindestens eine 5, aber keine 6 erreicht.
  • Teilnahme an der Projektarbeit.
  • Teilnahme an mindestens drei E-Kursen.
  • Zwei der E-Kurse sind Deutsch, Englisch oder Mathematik.
  • In drei E-Kursen ist der Notendurchschnitt mindestens 3.
  • In den restlichen E-Kursen im Durchschnitt mindestens 4.
  • In den G-Kursen im Durchschnitt mindestens 2.
  • In den Fächern ohne äußere Differenzierung wird mindestens der Notendurchschnitt 3 erreicht.
  • Bei den Prüfungen wird mindestens eine 5, aber keine 6 erreicht.
  • Teilnahme an der Projektarbeit.

Die Umsetzung der Inklusion an der Oberschule an der Ronzelenstrasse

Im Rahmen einer inklusiven Beschulung haben wir in jedem Jahrgang zwei Schwerpunktklassen, in denen jeweils fünf Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet werden. Eine dieser beiden Klassen hat den Schwerpunkt „Wahrnehmung und Entwicklung (W&E)“. Den Schwerpunkt der anderen Klasse bilden die sonderpädagogischen Förderbedarfe „Lernen, Sprache und Verhalten (LSV)“. In beiden Klassen lernen jeweils maximal 22 Schülerinnen und Schüler gemeinsam.

Klassen mit dem Schwerpunkt W&E werden von einer Regelschullehrkraft und einer Lehrkraft der Sonderpädagogik geleitet. Im Unterricht findet eine durchgängige Doppelbesetzung statt. Demnach ist in jeder Stunde sowohl eine Fachlehrkraft als auch eine Lehrkraft der Sonderpädagogik anwesend. Diese arbeitet eng in einem Team mit pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen und koordiniert deren Einsatz in allen schulischen Bereichen. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen je nach deren Aufgabenfeld alle Schülerinnen und Schüler der Klasse oder sind für die schulische Betreuung eines Kindes zuständig.

Die räumlichen Ressourcen bilden mit zwei Klassenräumen, einem Differenzierungsraum sowie einer Küchenzeile und einem Bad je Klasse eine fördernde Lernumgebung.

Die LSV-Klassen werden ebenso von einem Team bestehend aus einer Regelschullehrkraft und einer Lehrkraft der Sonderpädagogik geleitet. In 15 Stunden pro Woche findet in den meisten dieser Klassen eine Doppelbesetzung im Unterricht statt. Einzelne Schülerinnen und Schüler haben je nach Bedarf eine Schulbegleitung, die sie über den Schultag hinweg unterstützt und gegebenenfalls auf dem Schulweg begleitet.